Elektrofahrräder – rechtliche Aspekte

Um der technischen Entwicklung von Elektrofahrrädern Rechnung zu tragen und die Sicherheit zu erhöhen, wurden per 1. Mai bzw. 1. Juli 2012 verschiedene Vorschriften angepasst. Ein Elektrofahrrad oder E-Bike gilt rechtlich gesehen wie bisher als «Motorfahrrad» Art. 18 der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS). Unterscheiden lassen sich:

  • Leicht-Motorfahrräder (Art. 18 Bst. b Ziff. 1 VTS) d.h. einplätzige Elektrofahrräder mit höchstens 0,5 kW Motorleistung, einer ohne menschliche Muskelkraft – also mit reiner Motorleistung – erreichbaren sog. bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h sowie einer Tretunterstützung, die bis maximal 25 km/h wirkt;
  • Übrige Motorfahrräder (Art. 18 Bst. a Ziff. 2 VTS) d.h. einplätzige, einspurige Elektrofahrräder mit höchstens 1 kW Motorleistung, einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 30 km/h und einer Tretunterstützung, die bis maximal 45 km/h wirkt.

Regeln betreffend Elektrofahrräder finden sich in verschiedenen Erlassen. Aus Sicht der Verkehrssicherheit sind insbesondere relevant:

Wer ein Leicht-Motorfahrrad fährt (z.B. sog. langsame E-Bikes) ist nicht verpflichtet, einen Helm zu tragen. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch das Tragen eines Fahrradhelms empfohlen (Art. 3b Abs. 2 Bst. e VRV). Die Führer eines sog. schnellen E-Bikes (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h und Tretunterstützung von über 25 bis maximal 45 km/h: Art. 3b Abs. 3 Bst. c VRV) müssen einen Fahrradhelm tragen (nach der Norm EN 1078 geprüft).

Quelle: bfu