Philip Morgenthaler, Verkauf bei hostettler Veloland Sursee, erklärt im Interview, was ein gutes Bike ist, welche Typen von Elektrovelos auf dem Markt sind und welche Modelle sich für wen eignen.

Was ist ein gutes E-Bike?
Wenn das Gesamtpaket stimmt. Das heisst, die Rahmengrösse, die Ausstattung und die Stärke des Motors muss dem jeweiligen Kunden entsprechen. Der Kunde muss Freude am Velo haben. Da zahlreiche E-Bike-Modelle auf dem Markt sind, empfehlen wir der Kundschaft, immer eine ausgiebige Probefahrt mit dem E-Bike zu machen.

Worauf muss man beim Kauf achten?
Wichtig ist, dass der Kunde sein Fahrrad in der Nähe seines Wohnortes kauft. So hat er immer eine Ansprechperson, wenn einmal ein Problem mit seinem E-Bike auftreten sollte. Viele Bikes werden über das Internet zu sehr günstigen Preisen gekauft – dort kosten sie meist zwischen 700 und 1500 Franken. Dabei handelt es sich aber oft um Fremdmarken, wo ein Fachhändler keine Möglichkeiten zur Reparatur hat , wenn ein elektronisches Problem auftaucht. Wir verkaufen beispielsweise E-Bikes der Marke Wheeler, mit den Elektroantrieben von Yamaha und BionX.

Welche Typen von E-Bikes gibt es?
Es gibt zwei Kategorien: Die City- und Mountainbikes. Je nach Nutzungs- und Preisvorstellung der Kundschaft empfehlen wir bei den Mountainbikes, ein nur vorne gefedertes Bike, ein Hardtail, oder ein vollgefedertes Bike, ein Fully. Ein Hardtail ist stets leichter, steifer und im Kraftfluss direkter im Vergleich zu einem follgefederten. Dafür trumpft das Fully durch längere Bodenkontaktzeit des Hinterrads, mit Komfort und überlegener Fahrdynamik auf.

Und welche Bikes eignen sich für wen?
Grundsätzlich gibt es zwei Typen von E-Bike-Fahrern. Der eine ist der City-Driver, der andere der Mountainbiker. Dieser ist auf Nebenstrassen, Waldwegen und im Gelände anzutreffen. Das Hardtail-Mountainbike ist günstiger als das Fully und eignet sich vor allem für Naturstrassen. Das vollgefederte Fully ist etwas teurer und kommt vor allem in unwegsamem Gelände zum Einsatz. Es wird gerne von «Biker-Cracks» gekauft.

Was kostet ein gutes E-Bike?
Die Bandbreite bewegt sich – je nach Ausstattung und Qualität – zwischen 3000 und 7000 Franken. Für 3000 Franken kriegt man bereits «sehr viel Velo».

Was sind die grössten Herausforderungen beim E-Bike fahren?
Die Sicherheit wird bei den Leuten oft unterschätzt. Leider tragen viele E-Bike-Fahrer noch immer keinen Helm.

Gibt es Kurse für E-Bike-Fahrer?
Ja. Je nach Region und Kanton gibt es verschiedene Anbieter. Dazu gehören örtliche Bike-Schulen wie zum Beispiel Swiss Bike-School, Bike-Schule, Pro Velo Schweiz, Swiss Cycling oder der Touring Club Schweiz.